Allgemeine Hinweise

  1. Der Reportgenerator basiert auf der Technologie der bandorientierten Druckausgabe. Mithilfe eines Bandes können zusammengehörige Datenblöcke eines Datensatzes ausgegeben werden. Bänder können hierarchisch in Ebenen strukturiert werden. Je Ebene kann es mehrere Bänder geben, die zusammengehörige Informationen eines Datensatzes dieser Ebene ausgeben. Zum einfacheren Verständnis eines Bandes muss man sich dieses quasi als eine Zeile einer Datentabelle vorstellen. Für jeden Datensatz, der ausgegeben werden soll, wird eine solche Datenzeile erzeugt.
    Ob ein Band und seine in ihm enthaltenen Informationen dargestellt wird, kann an eine Bedingung geknüpft werden, die zur Ausführungszeit auf Basis des aktuellen zugehörigen Datensatzes, ermittelt wird (s.u. Expression Editor).
  2. Ein Unterband stellt Informationen eines untergeordneten Datensatzes dar. So können beispielsweise Auftragspositionsdaten, die zu einem übergeordneten Auftragsdatensatz gehören, ausgegeben werden.
  3. Jede Bandebene kann über ein oder mehrere Kopf- oder Fußbänder verfügen.
    In Kopfbändern werden in aller Regel Überschriften zu darunter aufgeführten Daten ausgegeben, und in Fußbändern dann Summen oder sonstige aggregierte Informationen aus den darüber befindlichen Daten. Ein Kopf- oder Fußband kann auch ohne ein darüber befindliches Datenband existieren. Dies macht immer dann Sinn, wenn man die Details nicht direkt darstellen möchte, sondern nur die Aggregationen oder die Zusammenfassung aus diesen.
  4. Neben den Daten bezogenen Bändern gibt es auch Bänder, die sich auf den Druckvorgang selbst beziehen. In seitenbezogenen Kopf- und Fußbändern können am Anfang oder am Ende einer Druckseite Informationen ausgegeben werden. In der Regel werden hier im Kopfband Daten zum aktuellen Kapitel ausgegeben und im Fußband die aktuelle Seitennummer.
    Darüber hinaus existieren noch Kopf- und Fußbänder für den Beginn und das Ende der Druckausgabe insgesamt.

Neuen Bericht erstellen

Dazu wechselt man in die Anwendungskonfiguration (Designer) und klickt auf den Schalter “Neuer Bericht”. Danach definiert man, welche Datentabelle als Basis für den Report gelten soll, welchen Namen man für diesen vergeben möchte und ggf. eine Beschreibung.
Durch Anklicken des Schalters am Ende der Maske öffnet sich der Reportdesigner in einem neuen Browser Tab.
Über das Burgermenü auf der linken Seite kann ein Assistent gestartet werden, welcher hilfreich bei der Erstellung eines neuen Reports sein kann, sowie die Möglichkeit zum Speichern eines Reports und zum Beenden des Reportdesigners.
Direkt darunter befindet sich eine Symbolliste, in welcher alle Elemente, die innerhalb eines Reports verwendet werden können, aufgelistet sind.
In der Mitte befindet sich eine Art Zeichenblatt, auf welchem bereits verschiedene Bänder enthalten sind, auf dem die auszugebenden Daten und Informationen platziert werden können. Dies können per Drag & Drop auf das Zeichenblatt gezogen werden. Durch Drücken der Entfernen Taste können gewählte Elemente auf dem Zeichenblatt wieder von dort entfernt werden.
Auf der rechten Seite kann man über den Bereich “Properties” die Eigenschaften eines auf der Zeichenfläche abgelegten Elementes definieren, auf Felder aus einer Datenquelle zugreifen oder sich die Hierarchie der Ausgabeelemente anzeigen lassen. Über die Auswahl einer Datenquelle können dann zu dieser berechnete Felder definiert werden.
Zieht man per Drag & Drop von der rechten Seite ein Feld aus einer Datenquelle auf das Zeichenblatt, so wird dafür automatisch ein Label Element erzeugt, welches zusätzlich auf der rechten Seite ein kleines Symbol anzeigt, welches verdeutlicht, dass es sich um ein datengebundenes Element handelt.
Die mit den Basisdaten des Reports verbundenen Datenquellen werden je Ebene als aufklappbares Element unterhalb der Basisdatenquelle auf der rechten Seite angezeigt. Welche Datentabellen in Beziehung zur Datenbasistabelle stehen wird innerhalb der Tabellendefinition der Datenbasis im Abschnitt “Relationen” in der Anwendungskonfiguration (Designer) definiert. Hierzu wird dort das Steuerelement “Relation” unter den Abschnitt “Relationen” gezogen und darunter ein Steuerelement “Datentabelle in Relation” oder “Datentabellen in Relation”. Nach dem Neustart der Anwendung stehen dann die neu in Relation erstellten Datentabellen im Reportdesigner zur Verfügung.

Berechnete Felder

Neben den Informationen, die aus Datensätzen stammen, können auch Informationen ausgegeben werden, deren Inhalte sich berechnen lassen. Als Grundlage einer Berechnung können Informationen aus einem zugehörigen Datensatz verwendet werden, oder aber auch völlig losgelöst davon sein. Erstellt werden sie aber immer zu einer vorhandenen Datenmenge.
Ein berechnetes Feld muss nicht im Report ausgegeben werden, sondern kann wiederum als Basis für ein weiteres berechnetes Feld verwendet werden. So können beispielsweise verschiedene Summen gebildet werden, die dann wiederum zu einer Gesamtsumme zusammengefasst werden. Oder numerische Typinformationen eines Datensatzes in aussagekräftigere sprechende Namen übersetzt werden.
Mit ihnen können aber auch komplexere Berechnungen zusammengefasst werden, die dann wiederum an anderen Stellen verwendet werden, ohne jedes Mal wiederholt ausgeführt werden zu müssen. So können sie auch die Übersichtlichkeit innerhalb des Reportdesigns verbessern.

Ein berechnetes Feld wird immer zu einer bestimmten Datenbasis erfasst. Möchte man innerhalb eines berechneten Feldes auf eine Information aus einem untergeordneten Datensatz zugreifen, so ist dies nicht möglich, da diese Informationen zum aktuellen Ausgabezeitpunkt noch nicht ermittelt wurden. Die Ausgabe einer Information aus einem übergeordneten Datensatz ist dagegen möglich.
Da die übergeordneten Informationen aber nicht Bestandteil des aktuellen Datensatzes sind, können auf diese nicht mit der Standardnotation Datensatzfeldname (z.B. [Name]) zugegriffen werden. Sondern hierzu muss auch die zugehörige Beziehung (Relation) der Daten zueinander angegeben werden.
Die Definition beginnt deshalb mit [RelatedData. gefolgt vom Typ der Relation (z.B. author oder parent) gefolgt von “_Parent” und ggf. der definierten Relationskategorie (z.B. _From) gefolgt von “.”, dem Feldnamen und der abschließenden eckigen Klammer. Beispiele:

  • [RelatedData.parent_Parent_From.EntityTitle]
  • [RelatedData.parent_Parent_To.Custom_Name2]
  • [RelatedData.author_Parent.Name]


Druckzeitpunkt bezogene Daten

Diese Art von Daten werden vom Reportgenerator zur Laufzeit erzeugt. Für die Ausgabe dieser Informationsart zieht man aus dem linken Bereich der verfügbaren Ausgabeelemente das XRPageInfo Element per Drag & Drop an die Stelle, an der die Information ausgegeben werden soll. Danach kann man die auszugebende Information im Bereich ACTIONS über die Eigenschaft Seiteninformation und der zugehörigen Auswahlliste wählen.

Der Expression Editor

Innerhalb des Expression Editors können verschiedene Funktionen, Operatoren und Felder der zugehörigen Datenmenge verwendet werden um einen auswertbaren Ausdruck zu definieren.
Die Dokumentation zu den definierten Funktionen und deren Parametern finden Sie hier.

Report anzeigen

Um einen erstellten Report aufrufen zu können, muss dieser explizit über einen Schalter in einer Navigation definiert werden. Dazu verwendet man im Designer das Steuerelement “Bericht aus Ansicht anzeigen”, wenn Sie aus einer Ansicht heraus einen Report aufrufen möchten, oder “Bericht aus Datensatz anzeigen”, wenn dies aus einer geöffneten Maske heraus erfolgen soll. In dem jeweiligen Steuerelement kann der auszuführende Report mit Hilfe der Eigenschaft Bericht über die Auswahlliste entsprechend gewählt werden.

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